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tatjana kukoč + tilman hübner

 

Foto: Uwe Martin
Tatjana Kukoč
studierte am Athener Konservatorium und an der Musikhochschule Köln. Nach Abschluss ihres Studiums gewann sie Preise bei internationalen Wettbewerben in Finnland, Italien und Kanada. Als Solistin und in diversen Ensembles konzertiert sie in Europa und Nordamerika. Sie unterrichtet an der Staatlichen Jugendmusik schule Hamburg.

Tilman Hübner
Der Hamburger Gitarrist und Komponist arbeitet als Lehrer und Ensemble-Leiter an der Staatlichen Jugendmusikschule und als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Theater. Konzertreisen führten den Gitarristen, der in Hamburg bei Klaus Hempel und in Paris bei Roberto Aussel studierte, durch ganz Europa. Tilman Hübner komponiert primär Musik für Gitarre.

Links:
www.newmusicfor2guitars.de
www.tilmanhuebner.de

Das Cassalla Gitarrenquartett vertritt den Anspruch, das eigene Genre ständig zu erweitern. Markus Bartke, Hermann Beuchert, Anja Gerschewsky und Jochen Lorbach spielen seit 1995 als Quartett zusammen. Das Repertoire reicht von der Renaissance bis zur Moderne mit einem Schwerpunkt auf der Musik des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Ausprägungen.

Programm:
Teil 1
Tilman Hübner (*1960) - 3 Canti (2001--2006)
Ulli Götte (*1954) - Four Colours (2006)
Ausführende: Tatjana Kukoč + Tilman Hübner

Leo Brouwer (*1939) - Cuban Landscape with Rain (1984)
Jürg Kindle (*1960) - Percussion Guitar Music Nr. 1, Part 3: Berimbao (1995)
Leo Brouwer - Cuban Landscape with Rumba (1985)
Ulli Götte - Apeiron 1--3 (1995)
Ausführende: Casalla Quartett

Teil 2
Tilman Hübner - Lang wird der Weg (2006)
Sebastian Sprenger (*1972) - Tu iridem aspicies (2004)
Ausführende: Tatjana Kukoč + Tilman Hübner

La Monte Young (*1935) - Composition 1960 No.7 (1960)
Ausführende: Casalla Quartett, Tatjana Kukoc? + Tilman Hübner

3 Canti, also drei Grundmelodien, bilden das Ausgangsmaterial für diese minimalistische Trilogie Tilman Hübners.
Four Colours von Ulli Götte ist aus vier Klangfarben bzw. vier Skalen entwickelt worden. Die Dramaturgie des Stückes lebt vom Wechsel klangflächenartiger Ruhepunkte und fließender, patternhafter Figuren. Polyrhythmik prägt das Zusammenspiel beider Instrumente.
Der kubanische Komponist Leo Brouwer, der eigene kulturelle Einflüsse mit europäischen und minimalistischen Elementen verbindet, hat in seiner programmatischen Komposition Cuban Landscape with Rain Stimmungen von einem sich langsam nähernden Gewitter beschrieben. In Cuban Landscape with Rumba arbeitet Brouwer mit präparierten Gitarrenklängen und afrikanisch inspirierten, linearen Formverläufen.
Der Schweizer Komponist Jürg Kindle verwendet in seiner Percussion Guitar Music afrikanische und afrokubanische Rhythmusmotive. Aus Überlagerungen und prozesshaften Entwicklungen entstehen minimalistische Strukturen. Der dritte Satz ist von dem brasilianisch-afrikanischen Instrument Berimbao inspiriert.
Apeiron ist eine stringente Komposition Göttes, die in ihren drei Sätzen unterschiedliche Strategien vereint: polyphon gesetzte Ostinati, rhythmische Verdichtung, Hoketus-Technik sowie die Dialog-Form und wechselnde modale Felder.
Additive Techniken prägen Hübners Komposition Lang wird der Weg. In vier Teilen wird jeweils ausschließlich die Methode der schrittweisen Hinzufügung neuer Töne angewendet, so dass stets eine Ausdehnung der Zeit und der Tonvielfalt erfolgt.
Sebastian Sprenger entwickelt in Tu iridem aspicies aus einem begrenzten Ausgangsmaterial ein lebendiges Ganzes. Ein Organismus entsteht, dessen Bestandteile von den melodischen Wendungen im Detail bis zu den Formteilen im Großen aufeinander bezogen sind.
Die Composition 1960 No. 7 La Monte Youngs, die Dieter Schnebel einmal zu den großen Momenten der Musikgeschichte gezählt hat, führt beide Ensembles in einem Klangkontinuum zusammen.